| PROJEKTVERLAUF
Arbeitstreffen
in Darmstadt
Für den spezifischen Kontext des
Projekts (Auslandspraktika) und die anvisierten Zielgruppen
(Sprachanfänger) wurde vereinbart, die im Referenzrahmen
aufgeführten Teilfertigkeiten in folgender Prioritätensetzung
und Progression anzuwenden:
- Hörverstehen (in realen Situationen, auch mit Nebengeräuschen)
- Leseverstehen (zur Orientierung im Alltag und am Arbeitsplatz)
- Sprechen
- Interaktion
Sprachmittlung und Schreibfertigkeit wurde
eine untergeordnete Rolle zugewiesen. Vereinbart wurde darüber
hinaus, die Gewichtung der im Referenzrahmen aufgeführten
Bereiche oder Domains (persönliches Umfeld, soziales
Umfeld, berufliches Umfeld, Lernumgebung) für die Modulentwicklung
vom Ergebnis der Befragung bei Teilnehmer-, Sprachtrainer-
und Ausbilder/innen abhängig zu machen. Da die Verwendungssituationen
sich vorausssichtlich stärker auf (sprachliches) Handeln
im beruflichen Kontext beziehen werden, wurde beschlossen,
folgenden Aspekten besondere Aufmerksamkeit bei der Modulentwicklung
beizumessen:
- Kommunikation in betrieblichen Hierarchien
- Verantwortung und Verbindlichkeit
im beruflichen Kontext
- Mögliche Konsequenzen und Risiken
bei Nichtverstehen
- Nachfragen, Verständnissicherung
- Betriebliche Abläufe, Arbeitsprozesse
Interkulturelle Fragen sollten als Querschnittsaufgabe
auf allen Ebenen unter Berücksichtigung von Anredeformen,
Arbeitszeiten, Arbeitsorganisation, Arbeitssicherheit, Interessenvertretung,
Berücksichtigung finden. Im Unterschied zu den Absprachen
des Projekttreffens Hamburg wurde abgestimmt, dass das angestrebte
Sprachniveau bei den Zielsprachen Dänisch und Finnisch
sich realistischerweise im Rahmen von A1 bewegen wird, weil
keine sprachliche Vorkenntnisse vorauszusetzen sind. Zusatzmaterialien
zur fakultativen Bearbeitung könnten jedoch auch über
A1 hinausreichen.
Vereinbart wurde, die Lernmaterialien
nach Situationen und Themen zu gliedern, wobei als offene
Liste möglicher Themenfelder galt:
- Angekommen!?
- Mein Praktikumsbetrieb
- Arbeitszeit – Freizeit
- Arbeitssicherheit – Gesundheitsschutz
- Mein schönstes Missverständnis
- Halbzeit
- etc.
Festgelegt wurde jedoch, dass eine verbindliche
Festlegung relevanter Inhalte, Situationen und Themen könne
jedoch erst nach Rücksprache mit den Partnern und Einbeziehung
der Befragungsergebnisse erfolgen, wobei in einem weiteren
Schritt die sprachlichen Mittel des Referenzrahmens einzelnen
Themen und Inhalten zugeordnet werden müssten, wobei
folgender Katalog von Leitfragen Hilfestellung geben könnte:
- In which situations will the young
people have to act in a context foreign to them?
- What aims will they want to achieve
in these situations? Which language functions do they need
to reach these aims?
- Which basic concepts for dividing
the world into meaningful categories, which notions will
help them to cope?
- What cultural concepts underlie this
communication?
- Which or the four skills (Listening;
Speaking, Reading, Writing) will be employed?
- Which lingusitic structures will be
used so often that they need to be readily available?
- Which lexical items in which word
fields will it be necessary to use?
Das Ergebnis soll dann den auf die Ziele
des Projekts zugeschnittenen „Referenzrahmen“
– als Grundlage für die weitere Modulentwicklung
und anschließende Validierung bilden.
Vorgeschlagen wurde, die Lernmaterialien
mit einer sprachlichen Progression aufzubauen und auf Selbstlernen
mit tutorieller Begleitung, Monitoring und Coaching ausgerichtet
sein, da die Lernsituation vor allem während des Auslandspraktikums
eine stärkere Strukturierung und ein regelmäßiges
Feedback erfordere. Erörtert wurde, inwieweit zusätzliche
Hilfestellungen und Anweisungen auch in Englisch angeboten
werden sollten. Bei der Gestaltung der Auslandspraktika müsse
für die Arbeit mit den Sprachmodulen und -Materialien
in jedem Fall der Zugang zu PC und Internet gewährleistet
sein, was eventuell mit den Praktikumsbetrieben oder Ausbildungseinrichtungen
im Ausland entsprechend vertraglich vereinbart werden könne.
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