| PROJEKTVERLAUF
Arbeitstreffen in Köln
a) Referenzrahmen
Ausgehend von der Grundidee des Projektes sollte bis November
2006 ein Anwenderprofil entwickelt werden, das die Grundlage
zur Entwicklung der Sprachlernmodule und die Bezugsgröße
zur Evaluierung der durch die Teilnehmer zu Ende des Auslandspraktikums
erworbenen Sprachkompetenzen und -Kenntnisse bildet.
Allerdings habe sich erwiesen, dass das Anwenderprofil zur
Entwicklung der weiteren Projektbausteine (Sprachmodule, Lernprogramm,
Portfolio) bereits früher vorliegen müsste, andererseits
mit der Erstellung des Anwenderprofils im vorgesehenen Kontext
Schwierigkeiten verbundenen seien:
- laut Referenzrahmen seien für das Erlernen der Niveaustufe
A1 200 Unterrichtsstunden (Präsenzphase) vorgesehen.
Im Projekt sind jedoch nur ein Gesamtumfang von 100 Stunden,
davon 80 Stunden „Selbstlernphase“ und 20 Stunden
„Präsenzphase“ eingeplant.
- die im Projekt erarbeiteten Module sich von dem Referenzrahmen
A1 lösen und auf den Erwerb von Teilkompetenzen der
Niveaustufe A1 („jagged profile“) in den Feldern
orientieren, wo dies mit dem zur Verfügung stehenden
Zeit- / Unterrichtskontingent leistbar erscheint.
- Problematisch erscheint die bisherige Aufteilung in Selbstlern-
und Präsenzphasen
Wichtig sei, die Inhalte der Module auf konkrete Sprach-
und Handlungssituationen herunterzubrechen. Ergänzend
wird festgestellt, dass interkulturelle Kompetenzen in dem
Raster des Referenzrahmens bislang weder abgebildet, noch
testiert werden können. Es sei mit den Partnern abzusprechen,
welche Lösungsmöglichkeiten hier bestehen. Es
wird vereinbart, sich von der durchgängigen Orientierung
am Referenzrahmen, Niveaustufe A1, zu lösen und stattdessen
die Modulentwicklung stärker an die Bedürfnisse
der Zielgruppen anzupassen, zumal dieses Vorgehen den die
Thematik betreffenden aktuellen Diskussionsprozessen im
Europarat entspräche. Die Erarbeitung des Anforderungsprofils,
in Kooperation mit den finnischen und dänischen Partnern,
wurde bis zum 30.4.2006 zugesagt.
b) Modul-Entwicklung
Die Partner Adulta und OTS haben ein Treffen für März
2006 vereinbart, um die konkrete Ausarbeitung der Sprachmodule
Dänisch und Finnisch gemeinsam vorzunehmen. Vereinbart
wird, dass es eine Englische Version der Module geben sollte.
Einmal, um für alle Projektpartner den Inhalt der Sprachmodule
nachvollziehbar zu machen, zum anderen aber auch, um abzugleichen,
inwieweit die Module inhaltlich in Deckung zu bringen sind.
Perspektivisch könne die englische Version auchVerwendung
finden, wenn das Projekt auf weitere Sprachen ausgedehnt werden
sollte. Laut Projekt-Fahrplan sollten die Sprach-Module bis
spätestens Februar 2007 vorliegen. Allerdings wird es
als wünschenswert angesehen, wenn Teile die für
Kontakt- und Präsenzphasen geplanten Teile bereits im
Sommer 2006 vorlägen, um bei der Vorbereitung der geplanten
Praktika durch AuL Hamburg Verwendung zu finden.
c) Portfolio-Präsentation
Für die Entwicklung des Sprachportfolios, bzw. des digitalisierten
Lernprogramms erscheint die wechselseitige Absprache der Partner
und die Abstimmung zwischen Anforderungsprofil, Sprachmodulen,
Lernprogramm und Sprachportfolio besonders wichtig. Das Sprachenportfolio
soll idealerweise künftigen Arbeitgebern möglichst
transparent Kenntnis über die erworbenen Fähigkeiten
/ Sprachkenntnisse geben. Im Rahmen des Lernprogramms soll
das Portfolio als Dokumentation des Lernerfolgs bereits in
allen Stufen (und nicht erst zum Ende) integriert sein.
Es wird vereinbart, dass das Portfolio
zum Bestandteil des Lernprogramms wird, so dass die Praktikumsteilnehmer
im Verlauf des Sprachenlernens zugleich in die Lage versetzt
werden, ihre im Lernprozess erworbenen Kenntnisse selbständig
in individueller Form zu präsentieren. Die Präsentation
soll dabei Bezug auf die inhaltlichen Bestimmungen des Europass
nehmen, aber formal vielseitige Möglichkeiten eröffenen,
wie sie in dem von dänischer Seite vorgelegten Modell
angedacht sind. Das Lernprogramm soll Motivation zum Selbstlernen
bieten, dies kann über situationsbezogene Methaphern
(Spielsituationen), bzw. Tests erfolgen. Hierbei soll der
Lernprozess situations- und themenorientiert gesteuert werden
und in Form eines „Reisetagebuchs“ thematisch
mit dem Reise- und Praktikumsverlauf verknüpft werden.
Ein Konzept mit Erläuterungen möglicher Methaphern
wird bis Ende Februar 2006 vorgelegt.
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