| PROJEKTVERLAUF
Durchführung eines transnationalen
Workshops in Helsinki (01.-04.06.2006) unter Teilnahme aller
Partner und des Beirats (Koordinierung der Modulentwicklung
und der Entwicklung des Lernprogramms)
Zielgruppe:
Bei dem für die Praktika vorgesehenen Personenkreis handelt
es sich um Teilnehmdende mit: abgeschlossener Berufsausbildung
oder zweijähriger Berufserfahrung in dem jeweiligen Praktikumsbereich
und Interesse am Gastland. Es wird als problematisch angesehen,
Englisch als „Brückensprache“ zur Erläuterung
der Übungen des Lernprogramms zu verwenden, da die notwendigen
Sprachkenntnisse nicht immer voraus gesetzt werden können.
Festgelegt wird daher, dass zunächst Deutsch als Brückensprache
verwendet wird.
Sprachmodule:
Die Module sollen stufenweise aufgebaut sein und den Themenbereichen:
allgemeine Orientierung / Arbeitswelt / Beruf folgen. Dem
Konzept des Projektes entsprechend, sollen die Sprachmodule
besonders berufsspezifische Aspekte berücksichtigen.
Die Module sollen gleichen Anforderung folgen im Bereich der:
Themen, den Lernzielen und der angestrebten Niveaustufe des
Sprachenlernens. Da die Struktur der Sprachen Dänisch
und Finnisch unterschiedlich sind, sollen unterhalb dieser
Ebenen die Übungen jedoch unterschiedlich angelegt und
gewichtet werden können. Als wichtig bei der Ausarbeitung
der Sprachmodule wird die Berücksichtigung der Unterschiede
zwischen Schrift- und Umgangssprache angesehen, um den Praktikannt/innen
das Hörverstehen am Wohnort und Arbeitsplatz zu erleichtern.
Reisetagebuch:
Die Sprachmodule folgen der geplanten Struktur eines „Reisetagebuchs“,
dass 10 „Tage“ umfasst, die jeweils mehrere Situationen,
Szenen beinhalten und insgesamt 80 Lernstunden umfassen. Die
Module folgen inhaltlich dem vermutlichen Praktikumsverlauf
(beginnend mit der Ankunft im Gastland) und erhalten in steigendem
Maße Arbeitsweltbezug. Die Aspekte „Freizeit /
Hobby“ werden im Rahmen des „Wochenendes“
behandelt; berufsspezifische Inhalte (KFZ- / Industriemechaniker)
werden im Verlauf der Tage 8 – 10 eingeführt.
Anforderungsprofil:
Es wird vereinbart, dass vorgelegte Anforderungsprofil für
den Aufbau der Sprachmodule im Hinblick auf ein Kommunikationskonzept
„Sprache + Beruf“ zu überarbeiten. Hierzu
sollen: die Lernziele für die einzelnen Situationen,
Szenen definiert werden, die insgesamt das „Drehbuch“
für das zu entwickelnde Lernprogramm bilden. Das Anforderungsprofil
wird um sozio-kulturelle Aspekte („Fettnäpfchen“)
ergänzt, die als Erläuterungen zum interkulturellen
Kontext des jeweiligen Gastlandes dem Lernprogramm beigefügt
werden sollen.
Lernprogramm:
1. Konzeption
Das zu entwickelnde Lernprogramm stellt eine Alternative zu
den bisherigen Sprachprogrammen in der Vorbereitung von Teilnehmer/innen
an berufsqualifizierenden Praktika dar. Das Lernprogramm wird
als „Online-Programm“ entwickelt, um es rasch
aktualisieren und ergänzen zu können. Es soll so
gestaltet werden, dass es ohne großen Aufwand „heruntergeladen“
und offline auf einem verfügbaren PC oder Notebook verwendet
werden kann. Das digitale Lernprogramm wird daher als in sich
geschlossenes „System“ entwickelt. Alle Inhalte
werden digital vermittelt. Die vorgesehenen Präsenzphasen
dienen der Einführung in das Lernprogramm; um das „Lernen
zu Lernen“, für phonetische Übungen, Nachfragen
und Korrekturen. Zielsetzung: zu aktivem Sprechen in Bezug
auf die Lernziele befähigen. Die methodische Grundlage
des Programmaufbaus bilden Dialoge, aus denen sich weitergehende
Übungen entwickeln. Dabei ist der Aufbau von Parallel-Dialogen
möglich (virtuelle Simulation eines unterschiedlichen
Gesprächsverlaufs). Dabei kann auch auf berufsspezifische
Aspekte und Formen der Umgangssprache Bezug genommen werden.
Der Gestaltung interessanter (themenbezogener, realistischer)
Dialoge kommt größere Bedeutung zu als eine aufwändige
Programmgestaltung. Nach Möglichkeit sollen die Dialoge
durch Humor und landeskundliche Bezüge motivierend auf
die Lernenden wirken. Im Verlauf folgt das Lernprogramm der
Progression: vom einfachen zu komplexen Übungen. Wichtiger
Grundsatz bei der Konzeption des Lernpgrogramms: pro Übung
soll nur ein Aspekt behandelt werden. Das Lernprogramm umfasst
„Standard-Übungen“, die jeweils pro „Reisetag“
um eine besondere, bzw. neue (überraschende) Übungsform
(Spiel) ergänzt werden, um die Lernenden zusätzlich
zu motivieren. Schwierigkeiten und Besonderheiten des Sprachenlernens
in den jeweiligen Zielsprachen soll in gesonderten Übungen
aufgegriffen werden.
2. Technische Voraussetzungen / Struktur
Die Bildschirmaufteilung sollte zwei Ebenen umfassen: das
Lernprogramm mit der jeweiligen Übung und Hilfsprogramme,
Erläuterungen.
Alle Texte sollen in Form von Office-Dateien (Word, Excel)
erstellt und hörbar als Ton-Dateien vorgelegt werden
(Dateiformat: mp3). Das Programm wird aus Kostengründen
keine Spracherkennung enthalten können. Die Übungen
sollen durch viele Bilder ergänzt werden (Dateiformat:
jpeg; gif), jedoch keine Video-Dateien enthalten, um das Programm
leicht handhabbar zu machen. Es sollte vom Aufbau her so gestaltet
werden, dass die Lernenden sich leicht orientieren und sicher
fühlen können, die Übungsstruktur soll daher
im Programm transparent gemacht werden. Das Lernprogramm soll
den Lernenden jeweils aktuell eine Rückmeldung des erreichten
Ergebnisstandes vermitteln können. Die Fehlerbehandlung
erfolgt nach dem Ansatz „Richtig / Falsch“ (binäres
System). Eine Wiederholung von Übungen ist möglich,
führt aber zur Reduktion erreichter „Punktwertungen“.
Das Programm soll den Lernenden in gewissem Rahmen Freiheit
in der Auswahl der Lernschritte belassen, jedoch auch leiten,
in dem kenntlich gemacht wird, welche Sprachgrundlagen erworben
sein müssen, um weiterführende Übungen durchführen
zu können. Geplant ist, in einer vorhergehenden Übung
erworbenes Wissen in eine höhere Niveaustufe übertragen
zu können. Es wird ein Glossar der im Programm verwendeten
Vokabeln – aber kein Vokabel-Trainer zur Verfügung
gestellt (Schwerpunkt: Kommunikationstraining anstelle der
Vokabel-Vermittlung) Grammatik-Übungen und –Erläuterungen
werden sowohl als externe Bausteine auf die jeweiligen Module
bezogen, als auch als Gesamtübersicht angeboten.
Projekt-Website:
Die Projektwebsite wird durch den BAK Arbeit und Leben im
Juli 2006, nach Vorlage der Endversionen, um eine Kurzdarstellung
des bisherigen Projektverlaufs sowie die erarbeiteten Dokumente
ergänzt. Optional soll die Website auch um weiterführende
Links und Länderinformationen zu den Zielländern
der Praktika (Finnland und Dänemark) sowie Informationen
zu europäischen Austausch- und Praktika-Programmen ergänzt
werden.
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